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Ein '''Parkplatz''', auch '''Parkfläche''' genannt, ist eine ebenerdige, nicht überdachte Anlage, auf der mehrere Fahrzeuge geparkt werden können. Damit zählt er zu den '''Anlagen für den ruhenden Verkehr'''; in der Alltagssprache wird der Begriff synonym für alle Formen der Unterbringung von parkenden Fahrzeugen verwendet. Auch werden einzelne Stellplätze bzw. Parkstände oder eine Parklücke als Parkplatz bezeichnet.

Öffentliche Parkplätze sind Bestandteil der Verkehrsinfrastruktur. Gestaltung, Kapazität und Nutzung von Parkplätzen beeinflussen den Gesamtverkehr und den Charakter eines Siedlungsgebietes, daher sind sie auch für die Stadtplanung interessant. Die Anlage von Parkplätzen fällt in den Aufgabenbereich der Verkehrsplanung, die Benutzung wird ? sofern es sich nicht um nichtöffentlichen Privatgrund handelt ? durch Straßenverkehrs-Ordnungen geregelt. Parkleitsysteme informieren den Verkehrsteilnehmer über Lage und Auslastung eines Parkplatzes, die Erhebung von Parkgebühren auf Parkplätzen wird Parkraumbewirtschaftung genannt.

Begriffe

Ein Parkplatz im engeren Sinn ist eine von der Straße abgesetzte Fläche, die vor allem dem Abstellen von Fahrzeugen dient. Ein Parkplatz besteht aus einzelnen ''Stellplätzen'' (bei einem Parkplatz auf privatem Grund) oder ''Parkständen'' (bei einem Parkplatz auf öffentlichem Grund) sowie den Zufahrtswegen und zusätzlichen Einrichtungen (z.B. Parkscheinautomaten). Die Verbindungswege innerhalb eines Parkplatzes heißen ''Fahrgassen''. Im Gegensatz zu Parkhäusern und Garagen werden die Fahrzeuge auf einem Parkplatz unter freiem Himmel abgestellt.

Alle Parkflächen innerhalb eines Gebiets werden zusammen als ''Parkraum'' bezeichnet. Die übergeordnete, langfristige Betrachtung und Beeinflussung von Parkraum und dessen Verfügbarkeit, z.B. innerhalb einer Stadt, ist die Aufgabe des ''Parkraummanagements''.

Gestaltung von Parkplätzen

Abgesetzte Parkplätze

Parkplätze außerhalb des öffentlichen Straßenraums sind über eine eigene Zufahrt erreichbar. Aus dem verfügbaren Platz und den Nutzungsanforderungen ergeben sich verschiedene Aufteilungen der Parkfläche, wenn überhaupt eine Aufteilung markiert ist. Die Art der parkenden Fahrzeuge, die Fahrzeugaufstellung und Breite der Fahrgassen sowie ggf. weitere Anforderungen bestimmen die Anzahl der verfügbaren Parkstände oder Stellplätze. Parkplätze können verschiedene Beläge haben, solange die Oberfläche ausreichend befahrbar ist. Häufig werden auch Grünflächen und Bäume in die Gestaltung der Parkplätze integriert, um die parkenden Fahrzeuge zu beschatten.

Parkflächen entlang von Straßen

Ausgewiesene Parkflächen an Straßen ohne eigene Zuwege werden '''Parkstreifen''' genannt. Die Flächen sind Teil des Straßenquerschnitts, sie können an den Fahrbahnrändern, in der Fahrbahnmitte, sowie teilweise oder vollständig auf Gehwegen ausgewiesen werden. Auch bei Parkstreifen wird wird zwischen verschiedenen Arten der Fahrzeugaufstellung unterschieden. Parkstreifen können von Bäume und Grünflächen unterbrochen werden, die man spricht dann von Parkbuchten oder Parktaschen. Um eine bessere Raumnutzung der Parkstreifen zu erreichen, werden die einzelnen Parkstände häufig durch Fahrbahnmarkierungen gekennzeichnet.

Ist an einer Straße kein Parkstreifen ausgewiesen, ist das Parken in Deutschland unter Beachtung der Regeln der StVO am dem rechten Fahrbahnrand erlaubt. In verkehrsberuhigten Bereichen dagegen darf nur innerhalb der vorgesehenen Flächen geparkt werden.

Als '''Ladezone''' werden Flächen im öffentlichen Raum bezeichnet, die zum Be- und Entladen von Lieferfahrzeugen dienen. Neben den Parkständen können Ladezonen auch Flächen vom Absetzen der Ladung umfassen.

Verschiedene Parkplätze

Die nachfolgende Aufzählung nennt einige häufige Arten von Parkflächen.

  • Als '''''Parkhafen''''' oder '''''Parkharfe''''' (umgangssprachliche Begriffe, keine Rechtsdefinition) können kleine Parkplätze (siehe Bild rechts oben) bezeichnet werden, deren Stellfläche durch Buchten gegliedert ist, die mehrere Stellflächen umfassen. Die Zu- und Abfahrt der Stellplätze erfolgt über die Fahrgasse. Anders als durch Parkflächenmarkierungen aufgeteilte Stellflächen erzwingen Parkhäfen bestimmte Formen des Parkens und verhindern, dass mit hoher Geschwindigkeit über frei gebliebene Flächen hinweg gefahren wird. Die Inseln bieten den Nutzern außerdem die Möglichkeit, die Wege vom und zum Fahrzeug ungefährdet außerhalb der Verkehrsfläche zurückzulegen. Parkhäfen benötigen bei gleicher Anzahl von Abstellplätzen mehr Fläche als Parkplätze und sind wesentlich teurer in der Anlage.
  • Der '''''Autobahnparkplatz''''' wird in regelmäßigen Abständen entlang einer Autobahn oder auch Kfz-Straßen eingerichtet. Dort können die Verkehrsteilnehmer ihren Ver- und Entsorgungsbedürfnissen nachkommen sowie Ruhepausen einlegen. Zusätzliche Einrichtungen wie Autobahnraststätte mit Tankstelle und Restaurant können sich an den Parkplatz anschließen. Autobahnparkplätze verfügen im Regelfall über Mülltonnen.
  • </ref> können unter anderem in Naherholungsgebieten eingerichtet werden, um als Ausgangsort für Wanderungen zu dienen. Durch das Anlegen solcher Parkplätze an wichtigen Punkten des Wanderwegnetzes soll das Parken zum Beispiel an Straßenrändern verhindert werden. Wanderparkplätze verfügen häufig über Mülltonnen, um Vermüllung zu vermeiden.
  • Ein '''''Kundenparkplatz''''' wird von einem Einzelhandelsgeschäft oder einem Unternehmen dem Kunden für die Dauer des Einkaufs oder des Besuchs zur Verfügung gestellt. Durch diesen Parkplatz kann der Kunde bequem direkt vor dem Geschäft parken und muss weder nach einer Parkmöglichkeit suchen noch eine Parkgebühr (Ausnahmen möglich) bezahlen. Oftmals sind die Parkzeiten begrenzt sowie die Zufahrten mit Schranken versehen. Benutzung außerhalb der Geschäftszeiten ist nicht explizit erlaubt, wird aber häufig toleriert.
  • '''''Busparkplätze''''' sind insbesondere im Umfeld von Bahnhöfen, Flughäfen, größeren Hotelanlagen, von Sportstadien, Tagungs- und Kongresszentren, von kulturellen Einrichtungen, touristischen Attraktionen oder Sehenswürdigkeiten erforderlich. In vielen touristisch erschlossenen Städten werden daher spezielle Busparkplätze ausgewiesen.
  • '''''Motorradparkplätze''''' sind oftmals innenstadtnahe kleine Parkflächen (meist nur 2 bis 15 Parkstände) die durch das Zusatzschild 1022-12 für Motorräder (auch mit Beiwagen) und Kleinkrafträder bzw. Mofas freigegeben sind. Kommt auch als Teilbereich eines Parkstreifens oder Parkhafens vor.
  • Bei verschiedenen Veranstaltungen werden '''''provisorische Parkplätze''''' eingerichtet. In der Regel sind diese Flächen nicht oder nur in geringem Maße befestigt, des Weiteren fehlen Parkflächenmarkierungen. Erfahrungsgemäß ist auf diesen Parkflächen ohne Reglementierung die beste Ausnützung des vorhandenen Parkraumes zu erzielen, da die Fahrer zu einer optimalen Raumnützung tendieren.
  • Parkplätze und -häuser für '''''Parken und Reisen''''' bieten zumeist in der Nähe von Bahnhöfen, Flughäfen und Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) Abstellmöglichkeiten für Kraftfahrzeuge.

Ein öffentlicher Parkplatz unter Straßenlaternen wird scherzhaft auch als ?Laternengarage? bezeichnet<ref name="Laternengarage" />?? er gilt als ?besser?, weil diebstahlsicherer.

Beschilderung


International hat sich das weithin bekannte Parkplatzschild durchgesetzt. Es beinhaltet ein ?P? in weißer Farbe auf blauem Hintergrund.

Deutschland

<gallery caption="Verschiedene Darstellungen für ein Parkplatzschild in Deutschland" perrow="5">
Zeichen 299 - Grenzmarkierung für Halt- und Parkverbote, StVO 1992.svg|Zeichen 299:
Grenzmarkierung für Halt- oder Parkverbote
Zeichen 314 - Parken, StVO 2017.svg|Zeichen 314:
?Parken?
Zeichen 315-55 - Parken halb auf Gehwegen in Fahrtrichtung rechts, StVO 1992.svg|Zeichen 315-55:
Parken auf Gehwegen
Zeichen 317 - Wandererparkplatz, StVO 1992.svg|Zeichen 317:
Wandererparkplatz
Zeichen 316 - Parken und Reisen, StVO 1992.svg|Zeichen 316:
Parken und Reisen
Zeichen 316-50 - Parken und Mitfahren, StVO 2017.svg|Zeichen 316-50:
Parken und Mitfahren
Zeichen 314.1 - Beginn einer Parkraumbewirtschaftungszone, StVO 2009.svg|Zeichen 314.1:
Beginn einer Park?raum?bewirtschaftungs?zone
Zeichen 229 - Taxenstand, StVO 1994.svg|Zeichen 229:
Taxenstand
Zeichen Parkplatz Wiesenz.svg|Ausfahrt zu einem Autobahnparkplatz
Zeichen 314-50 - Parkhaus, Parkgarage, StVO 2017.svg|Zeichen 314-50:
Parkhaus, Parkgarage
</gallery>

Je nach Art und Funktion des Parkplatzes kann das Schild durch Zusatzschilder (etwa Bewohnerparken) ergänzt werden oder in abgewandelter Form verwendet werden.

<gallery caption="Exemplarische Darstellung möglicher Zusatzzeichen" perrow="4">
Zusatzzeichen 1040-32 - Parkscheibe 2 Stunden, StVO 1992.svg|Zeichen 1040-32:
2 Stunden nur mit Parkscheibe
Zusatzzeichen 1044-10 - nur Schwerbehinderte mit außergewöhnlicher Gehbehinderung und Blinde, StVO 1992.svg|Zeichen 1044-10:
nur Schwerbehinderte mit außergewöhnlicher Gehbehinderung
Zusatzzeichen 1044-30 - Anwohner mit Parkausweis Nr. .... (600x330), StVO 1992.svg|Zeichen 1044-30:
nur für explizit aufgeführte Parkausweisnummer
Zusatzzeichen 1050-33 - Elektrofahrzeuge, StVO 2011.svg|Zeichen 1050-33:
Elektrofahrzeuge
Zusatzzeichen 1053-31 - Mit Parkschein (600x330), StVO 2017.svg|Zeichen 1053-31:
nur mit Parkschein
Zusatzzeichen 1053-32 - Gebührenpflichtig (420x231), StVO 2017.svg|Zeichen 1053-32:
gebührenpflichtig
Zusatzzeichen 1060-31 - Haltverbot auch auf dem Seitenstreifen (600x330), StVO 2017.svg|Zeichen 1060-31:
Haltverbot auch auf dem Seitenstreifen
</gallery>

Parkplatzsuche ? Warteschleifenverkehr

Die Parkplatzsuche verursacht Kosten, Gesundheitsschäden, Umweltschäden und Zeitverlust, wenn auch gering im Einzelfall, so doch in großem Ausmaß für eine Region.

In einem kleinen Geschäftsviertel von Los Angeles werden jährlich 180.000?l Benzin nur für die Parkplatzsuche verbraucht, welche dabei zu 730?t CO<sub>2</sub> verbrannt werden. Der Parkplatzsuchverkehr macht laut Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt 40 % des Verkehrsaufkommens in den Städten aus.<ref name="Parkplatzsuchverkehr" />

Parkleitsysteme

Viele Städte in industrialisierten Ländern besitzen ein Parkleitsystem für freie Parkhaus-Stellplätze. Amerikanische Städte, voran San Francisco, planten ab Herbst 2008 nicht nur die Stellplätze in Parkhäusern, sondern auch zunächst 6.000 (von 24.000) kostenpflichtiger Parkbuchten zu erfassen. Die Belegung soll auf Anzeigetafeln angezeigt sowie über Handy oder Navigationssystem abrufbar sein.<ref name="ZDF22072008" />

Auch in Schweizer Städten existieren ähnliche Systeme. So sind beispielsweise in der Stadt Zürich diverse Parkhäuser und auch öffentliche Parkplätze im Parkleitsystem erfasst. Dieses ist vor Ort (mittels Anzeigetafeln), online sowie per Handy abrufbar.<ref name="PlsZürich" />

Nationales

Deutschland

Die Größen von einzelnen Parkflächen, den Zu- und Abfahrten und den Fahrgassen für baurechtlich notwendige, private Stellplätze sind in den Garagen- und Stellplatzverordnungen der Bundesländer festgelegt.

Die Mindestlänge einer Parkfläche misst demnach 5,0?m bei nebeneinander liegenden Stellplätzen, die Mindestbreite variiert je nach räumlicher Situation zwischen 2,3?m und 2,5?m. Behindertenparkplätze haben eine Breite von 3,5?m.

Für den Entwurf von Parkplätzen gelten in Deutschland die Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs (EAR).

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references>
<ref name="Laternengarage">''Laternengarage'', Duden, abgerufen am 4.?Juli 2011.</ref>

<ref name="ZDF22072008"> ZDF 22.?Juli 2008</ref>

<ref name="Parkplatzsuchverkehr">Dr. Gerald Schneider, Hubert Obermaier, Markus Peherstorfer: ''Autobranche in ?ganz schwerem Fahrwasser?'' In: ''Straubinger Tagblatt''. 9. September 2017.</ref>

<ref name="PlsZürich">''Parkleitsystem Stadt Zürich'', pls-zh.ch</ref>
</references>

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